Sommersemester 2010
Liebeslust und Ehefrust. Vom Sinn und Unsinn sich zu binden
Seit Anbeginn der Menschheit werden kurzfristige, dauerhafte, parallele oder serielle Lebens- und Sexualgemeinschaften eingegangen.
Im Laufe der Geschichte entstanden und existierten unterschiedlichste Formen des Zusammenlebens. Von den vermeintlichen promisken Horden in grauer Vorzeit, die die sogenannte Gruppenehe (jeder mit jedem) bevorzugten, über die matriarchale Polyandrie (Frau und mehrere Männer), bis zur Polygynie (Mann mit mehreren Frauen) und letztlich als Krönung der menschlichen Bindung: die Monogamie. Die Zweierbeziehung auf Basis von Emotionalität und Liebe trat seit der Industrialisierung in den Vordergrund und wurde/wird somit vielfach zur höchsten Quelle privaten Glücks stilisiert. Individualisierungsprozesse, Emanzipation und vermehrt gelebte sexuelle Freiheit im 20. Jahrhundert hatten große Auswirkungen auf die Institution Ehe und deren zunehmende Deinstitutionalisierung.
Im Laufe der Geschichte entstanden und existierten unterschiedlichste Formen des Zusammenlebens. Von den vermeintlichen promisken Horden in grauer Vorzeit, die die sogenannte Gruppenehe (jeder mit jedem) bevorzugten, über die matriarchale Polyandrie (Frau und mehrere Männer), bis zur Polygynie (Mann mit mehreren Frauen) und letztlich als Krönung der menschlichen Bindung: die Monogamie. Die Zweierbeziehung auf Basis von Emotionalität und Liebe trat seit der Industrialisierung in den Vordergrund und wurde/wird somit vielfach zur höchsten Quelle privaten Glücks stilisiert. Individualisierungsprozesse, Emanzipation und vermehrt gelebte sexuelle Freiheit im 20. Jahrhundert hatten große Auswirkungen auf die Institution Ehe und deren zunehmende Deinstitutionalisierung.
Im Rahmen der Ringvorlesung werden Lebens- und
Sexualgemeinschaften im Wandel der Geschichte und ihre Sinnhaftigkeit thematisiert. Der zeitliche Bogen der Betrachtung spannt sich hierbei von der Antike bis ins 21. Jahrhundert. Inhaltlich bietet die Ringvorlesung einen thematischen und geographischen Querschnitt.
Interdisziplinär werden Themenfelder wie Lust, Liebe, Ehe, Sexualität, Familienformen, Zusammenleben, Heirat, Trennung und Scheidung und Beziehungstristesse beleuchtet und Geschichten rund um Liebeslust und Ehefrust erzählt.
Mittwoch, 18.00 bis 19.30 Uhr
HS 06.01 (HS A), Vorklinik
Einführung: 03.03.2010 (Giessauf/Penz)
10.03.2010 Univ.-Prof. Dr. Karl Crailsheim
Karl-Franzens-Universität Graz/Zoologie
Lust und Treue bei Tier und Mensch.
17.03.2010 Ao.Univ.-Prof. Dr. Stefan Schima
Universität Wien/Rechtsphilosophie
Einehe und Vielehe vor dem Hintergrund von
Rechtspluralismus, Staat-Kirche-Beziehung und
religionswissenschaftlichem Vergleich.
24.03.2010 Ass.-Prof. Dr. Johannes Giessauf, MAS
Karl-Franzens-Universität Graz/Geschichte
„Mehr heißt nicht unbedingt besser“.
Formen und Probleme polygamer Beziehungen im
Mittelalter.
21.04.2010 Univ.-Prof. Dr. Markus Hengstschläger
Medizinische Universität Wien/Genetik
Künstliche Befruchtung: Entkoppelung von
Fortpflanzung und Sex.
28.04.2010 PD Dr. Martha Keil
Institut für Jüdische Geschichte Österreichs/Judaistik
„Siehe du bist mir angeheiligt nach dem Gesetz von
Moses und Israel“. Ehe und Scheidung im Judentum.
05.05.2010 Ao.Univ.-Prof. DDr. Theresia Heimerl
Karl-Franzens-Universität Graz/Theologie
„Besser heiraten als brennen“. Theologische
Ehekonzepte zwischen Paradiesehe, Katechismus
und Kirchenrecht.
12.05.2010 Ao.Univ.-Prof. Dr. Käthe Sonnleitner
Karl-Franzens-Universität Graz/Geschichte
„Ich will nicht länger ohne Weib sein, wenn’s mich
auch das Leben kosten solltel“. Ehediskussion im
Spätmittelalter.
19.05.2010 Ass.-Prof. Dr. Peter Mauritsch
Karl-Franzens-Universität Graz/Alte Geschichte
„Heirate oder heirate nicht, du wirst es bereuen“.
26.05.2010 Dr. Andrea Penz
Karl-Franzens-Universität Graz/Geschichte
“Mir war es ernst und für ihn war es nicht mehr als
ein kleines Amüsement”. Seitensprünge und andere
gefährliche Liebschaften.
02.06.2010 Dr. Peter Wiesflecker, MAS, LL.M
Steiermärkisches Landesarchiv/Geschichte
„Wenn unsereiner jemand gern hat, findet sich
immer im Stammbaum irgendeine Kleinigkeit, die
die Ehe verbietet!“. Über dynastische Ehen und
solche zur linken Hand.
09.06.2010 Univ.-Prof. i.R. Dr. Rotraud Perner
Donauuniversität Krems/Psychologie
Bindungslose Bindung. Ein Weg zur spirituellen
Sexualität.
16.06.2010 Dr. Hiram Kümper
Universität Bielefeld/Geschichte
„Man greiff eben manchmallen einer die brüst“.
Sexualität und Gewalt in vormodernen
Alltagsbeziehungen.
23.06.2010 Ao.Univ.-Prof. Dr. Martin Polaschek
Karl-Franzens-Universität Graz/Rechtsgeschichte
„… ist die Ehe des österreichischen Rechtes eine
zweifellos monogame“.
Zu den „Dispensehen“ der Zwischenkriegszeit.
30.06.2010 FRANZOBEL
Bumpy Night oder warum holpert es.
Sponsoren:
Vizerektorat für Studium & Lehre
Grazer Morgenländische Gesellschaft
Libresso Mocca Uni
ÖH Uni Graz
Medienpartner:
Kronen Zeitung
Sexualgemeinschaften im Wandel der Geschichte und ihre Sinnhaftigkeit thematisiert. Der zeitliche Bogen der Betrachtung spannt sich hierbei von der Antike bis ins 21. Jahrhundert. Inhaltlich bietet die Ringvorlesung einen thematischen und geographischen Querschnitt.
Interdisziplinär werden Themenfelder wie Lust, Liebe, Ehe, Sexualität, Familienformen, Zusammenleben, Heirat, Trennung und Scheidung und Beziehungstristesse beleuchtet und Geschichten rund um Liebeslust und Ehefrust erzählt.
Mittwoch, 18.00 bis 19.30 Uhr
HS 06.01 (HS A), Vorklinik
Einführung: 03.03.2010 (Giessauf/Penz)
10.03.2010 Univ.-Prof. Dr. Karl Crailsheim
Karl-Franzens-Universität Graz/Zoologie
Lust und Treue bei Tier und Mensch.
17.03.2010 Ao.Univ.-Prof. Dr. Stefan Schima
Universität Wien/Rechtsphilosophie
Einehe und Vielehe vor dem Hintergrund von
Rechtspluralismus, Staat-Kirche-Beziehung und
religionswissenschaftlichem Vergleich.
24.03.2010 Ass.-Prof. Dr. Johannes Giessauf, MAS
Karl-Franzens-Universität Graz/Geschichte
„Mehr heißt nicht unbedingt besser“.
Formen und Probleme polygamer Beziehungen im
Mittelalter.
21.04.2010 Univ.-Prof. Dr. Markus Hengstschläger
Medizinische Universität Wien/Genetik
Künstliche Befruchtung: Entkoppelung von
Fortpflanzung und Sex.
28.04.2010 PD Dr. Martha Keil
Institut für Jüdische Geschichte Österreichs/Judaistik
„Siehe du bist mir angeheiligt nach dem Gesetz von
Moses und Israel“. Ehe und Scheidung im Judentum.
05.05.2010 Ao.Univ.-Prof. DDr. Theresia Heimerl
Karl-Franzens-Universität Graz/Theologie
„Besser heiraten als brennen“. Theologische
Ehekonzepte zwischen Paradiesehe, Katechismus
und Kirchenrecht.
12.05.2010 Ao.Univ.-Prof. Dr. Käthe Sonnleitner
Karl-Franzens-Universität Graz/Geschichte
„Ich will nicht länger ohne Weib sein, wenn’s mich
auch das Leben kosten solltel“. Ehediskussion im
Spätmittelalter.
19.05.2010 Ass.-Prof. Dr. Peter Mauritsch
Karl-Franzens-Universität Graz/Alte Geschichte
„Heirate oder heirate nicht, du wirst es bereuen“.
26.05.2010 Dr. Andrea Penz
Karl-Franzens-Universität Graz/Geschichte
“Mir war es ernst und für ihn war es nicht mehr als
ein kleines Amüsement”. Seitensprünge und andere
gefährliche Liebschaften.
02.06.2010 Dr. Peter Wiesflecker, MAS, LL.M
Steiermärkisches Landesarchiv/Geschichte
„Wenn unsereiner jemand gern hat, findet sich
immer im Stammbaum irgendeine Kleinigkeit, die
die Ehe verbietet!“. Über dynastische Ehen und
solche zur linken Hand.
09.06.2010 Univ.-Prof. i.R. Dr. Rotraud Perner
Donauuniversität Krems/Psychologie
Bindungslose Bindung. Ein Weg zur spirituellen
Sexualität.
16.06.2010 Dr. Hiram Kümper
Universität Bielefeld/Geschichte
„Man greiff eben manchmallen einer die brüst“.
Sexualität und Gewalt in vormodernen
Alltagsbeziehungen.
23.06.2010 Ao.Univ.-Prof. Dr. Martin Polaschek
Karl-Franzens-Universität Graz/Rechtsgeschichte
„… ist die Ehe des österreichischen Rechtes eine
zweifellos monogame“.
Zu den „Dispensehen“ der Zwischenkriegszeit.
30.06.2010 FRANZOBEL
Bumpy Night oder warum holpert es.
Sponsoren:
Vizerektorat für Studium & Lehre
Grazer Morgenländische Gesellschaft
Libresso Mocca Uni
ÖH Uni Graz
Medienpartner:
Kronen Zeitung
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